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Sturm aufs Rathaus in Graz

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„Heute geht es nicht um Beschluss-, sondern um Beschussfähigkeit!", scherzte Moderator Gonzo Renger - und Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl spielte mit. Wie es die Tradition gebietet, hielt er sich, geschützt durch die Mannen seines uniformierten Bürgercorps, im Rathaus verschanzt, ehe dieses von den Narren übernommen wurde - keineswegs freiwillig, wie Nagl vom Balkon aus verkündete. Die Schusswaffen seiner Leibgarde konnten jedoch letztendlich der großen Kanone, die am Hauptplatz aufgebaut war, nicht standhalten. Nach zweimaligem Beschuss öffneten sich die Tore des ersten Hauses der Stadt und um Punkt 11.11 Uhr stürmte die Mädchengarde nach oben, um das Stadtoberhaupt gefangen und den Schlüssel an sich zu nehmen. „Wenn ich gewusst hätte, wer mich verhaftet, hätten wir nicht geschossen", lachte Nagl, der mit Trommelwirbel und großem Hallo am Hauptplatz empfangen wurde. „Es ist wichtig, dass wir uns den Humor bewahren - ihr seid die BewahrerInnen des Humors", bedankte er sich vor allem bei Organisator „Scherzherzog" Walter Kriwetz und dem Ersten Grazer Faschingsclub. Um seinen Hals hatte Nagl die Bürgermeisterkette gelegt - „ein Symbol der Gemeinschaft. Diese funktioniert nur, wenn alle zusammenhalten", ermahnte er und übergab mit den Worten „Passt gut auf das Rathaus auf!" den großen Schlüssel an Prinzessin Kerstin I. Hopsasa aus dem Land der Lindwürmer und Prinz Rene I., der schöne musische Weidmann. Diese haben nun gemeinsam mit ihrem närrischen Gefolge bis zum Faschingsdienstag das Sagen in der steirischen Landeshauptstadt.

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